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Auszüge aus
Gedichtbänden,
Erzählungen und Tagebüchern ....
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Schön
hast sie
geblüht,
als ich sie zum ersten
Male sah,
so jung und lebenslustig
frisch,
den Blick mir bannend.
Süß hat sie
geduftet
als ich sie zum ersten
Male,
sanft in meine Arme nahm,
die Sinne mir betört.
Inzwischen ist viel Zeit
vergangen,
das Leben hat an ihr
gezaust,
sie manches Male welken
lassen,
doch immer blieb sie hier.
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Und
wenn ich heute sie
betrachte,
so bin ich ganz
verzaubert,
wie wunderschön
sie wieder neu erblüht.
Fast
hät'
ich
sie
vergessen,
ihre wunderschöne
Farbenpracht,
ihre volle klare
Schönheit,
die den Blick mir bannt.
Fast hät ich ihn
vergessen,
ihren süßen
Duft,
der mit ihrem reifer
werden,
mir mehr denn je die Sinne
nun betört.
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Nie werd'
ich diese zarte
Blume,
je wieder aus den Augen
lassen,
Sie ist mein Schatz auf
immer,
ein Wunder der Natur.
a.m

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In
der Mitte des Lebens (Auszüge) a.m.
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Wolkenloser Himmel. Ungehindert brennt die Sonne hernieder. Nur
das
leichte kühle Windchen aus dem Schatten der Wohnhäuser
mildert ab und
zu in angenehmer Weise die sengende Glut.
In einem Sandkasten haben sich drei Jungen ein Labyrint aus
Bergen,
Dämmen, Gräben, Straßen und Brücken gebaut. Die
Straßen sind glatt
gezogene Sandpisten. Teilweise fahren sie über kleine Dämme
oder auf
höhere Hügel hinauf. Die Brücken bestehen aus
dünnen Brettchen, welche
kleine Gräben überspannen. Zwar haben die Jungen immer wieder
Wasser in
die Gräben gegossen, doch es versickerte viel zu
schnell.
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Die
drei Jungen spielen mit kleinen Plasteautos. Es sind
Nachbildungen
der Marken Trabant", Wartburg" und Barkas", gerade mal 3 bis 4cm lang,
wie sie üblicherweise auf Modelleisenbahnen Platz finden. Auch
zwei
Panzer sind dabei und ein Polizeiauto.
Jetzt schieben die Kinder ihre kleinen Plastefahrzeuge mit
kräftigem
Brummen vor sich her und robben dabei genüßlich durch den
warmen Sand.
Ihre Lederhosen haben sich längst mit unzähligen
Körnchen gefüllt.
Unmerklich rieseln sie an den Hosenende wieder heraus. ....... |
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| Tagebuchauszüge
aus
einer
Armeezeit (Auszüge)
a.m. |
Ich
beginne
mit dem Tagebuchschreiben, weil
meine Einberufung zur Armee
kurz bevor steht und ich mich später an diese Zeit besser erinnern
kann, wenn sich diese Niederschriften lese.
Dieser
Monat
brachte viel Aufregung mit sich. Da war das Ende einer
großen Liebe und da war das Ende eines Streites zwischen Eltern
und
Kindern. Aber vorbei ist vorbei und nun hieß es, vorwärts
schauen.
Mit
meiner
Brigade bauten wir in Oberlungwitz einen
50m hohen Schornstein aus Stahlbeton in Gleitbauweise, mein Erster! Das
war sehr anstrengend, aber auch sehr interessant. Nachmittags
mußte ich
gegen 16.3o Uhr von zu Hause los. Treffpunkt mit dem Arbeitertransport
war für mich stets an der Nefestraße. Von dort fuhr uns ein
Barkas bis
zu "Sporett", der Firma, für die wir den Schornstein errichteten.
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Nach
dem
Umziehen folgten zwölf Stunden Arbeitszeit, jeweils von 18.oo
Uhr abends bis morgens 6.oo Uhr. Früh, nach dem Schichtwechsel,
fuhren
wir dann mit dem Barkas zurück nach Karl-Marx-Stadt.
Haupthema der
obligatorischen Arbeitsschutzbelehrung war stets, daß wir
uns nicht mit den Frauen der Firma einlassen dürften. Es wurde
sogar
mit Entlassung gedroht, wenn jemand beim... im Wäschelager
erwischt
würde.
Gleich am
ersten Tag wurden wir mit Steaks und Champignions empfangen.
Im Nachbarraum war eine Feier des FDGB. Haben die gefetet, Mann oh
Mann! Aber alles schafften sie dann wohl doch nicht und so blieb noch
jede Menge für uns übrig. Daran haben wir uns dann in der
"Frühstückspause" gütig getan. ....... |
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